Gestern war ich also, samt Klasse, in “Wicked – die Hexen von Oz”. Gefallen hat es mir insgesamt eigentlich ganz gut, auch wenn ich es teilweise die Story, besonders gegen Schluss des Stücks, doch sehr kitschig fand. Die Story kann man sich hier – sehr grob – anschauen.
Besonders fällt einem, gleich wenn man den Saal betritt, das Bühnenbild ins Auge: Es ist groß, aufwändig gemacht und interessant, weil man keine klaren Strukturen erkennt. Das sich die Leute auch bei der Technik etwas gedacht haben, wird wirklich häufig demonstriert: So bauen sich zum Beispiel Bühnenbilder teilweise fast komplett, ohne sichtbare Menschenhand, auf und Schränke fahren, wie schwebend, über die Bühne.
Die Musik ist eigentlich auch ganz gut, dazu kann ich allerdings nicht allzuviel sagen, da dies mein erster Besuch in einem professionellen Musical war. Aber es hat mich von der Musikrichtung – natürlich – schwer an “Tanz der Vampiere” erinnert, das ich hier irgendwo als CD rumliegen habe. Mir hat sie insgesamt aber ganz gut gefallen.
Die Aufmachung ist sehr farbenfroh und – so wie das Bühnenbild – sehr aufwendig gemacht. Ob das einem gefällt, ist wohl sehr Geschmackssache, ich fand sie aber sehr zur Musik passend und damit hat sie den Zweck für mich erfüllt.
Das einzige, was mir nicht so wirklich zugesagt hat, war, dass die Story, besonders gegen Ende, doch sehr kitschig wurde – amerikanisch kitschig. Daran merkt man natürlich, dass das Stück doch auf die breite Masse zugeschnitten ist und die Story eben entsprechend wenig Tiefgang hat (Andererseits hat auch niemand etwas anderes behauptet ;-)). Aber gut, ob das für einen ins Gewicht fällt, kommt wohl darauf an, mit welcher Erwartung man sich in die Vorstellung setzt. Für Leute, die ein zeitkritisches Drama erwarten, ist Wicked auf jeden Fall nichts.
Aber gelohnt es anzuschauen, besonders bei einem “Spottpreis” von 30€, hat es sich auf jeden Fall.